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19 Stunden Dachstein Südwand (19 Stunden Dachstein Südwand )

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19 Stunden Dachstein Südwand

Eine Geschichte von unbeachteten Zeichen, unbezahlbaren Erlebnissen und unersetzlicher Freundschaft

Gedanken in Worte zu fassen ist schwer. Erlebnisse so niederzuschreiben, dass auch andere mitfühlen können, scheint fast nicht machbar. Intensive Erfahrungen, welche man gemeinsam mit Freunden gemacht hat, für andere begreifbar zu machen ist wahrscheinlich unmöglich. Der 8. August 2016 im Leben dreier Freunde aus Schwanenstadt hätte sich aber genau das verdient. Einen Versuch ist es wert:

© Andreas Mattischeck

Ein markerschütternder Schrei durchbrach die Stille der stockdunklen Nacht. Ich zuckte zusammen, meine Sinne schärften sich und es schien, als spannten sich alle meine Muskeln auf einmal an. Im nächsten Moment flog etwas, was ich am Klang des Aufpralls am Boden neben mir als die Wanderstöcke Daniels identifizierte, von dort oben wo ich Daniel vermutete herunter. Als nächstes spürte ich einen Ruck und das  Kletterseil mit welchem ich mit Daniel verbunden war straffte sich. Danach war alles ruhig. Die Stille der Nacht hatte sofort wieder überhandgenommen. Mein Atem beschleunigte sich, die Gedanken rasten und ich begann zu zittern…

Ich habe schon unzählige Geschichten über die wildesten Bergfahrten gelesen, in denen die Protagonisten die Zeichen einfach nicht sehen wollten. Zeichen, die, objektiv und von außen betrachtet, ganz klar für einen Abbruch der Aktion standen. Zeichen, die so oft missachtet wurden und die Beteiligten im Endeffekt in eine unnötig gefährliche Lage brachten. Immer wieder dachte ich mir dabei: „Wie gibt es sowas? Wie kann sowas passieren? Wenn eine solche Verkettung unglücklicher Umstände zustande kommt, dann muss man doch ab einem gewissen Punkt so weit sein und alles abbrechen! Oder? Immerhin ist die Gesundheit aller das Wichtigste und nicht die erfolgreiche Gipfelbesteigung!“ Der 8. August 2016, der geplante Tag für unser Kletterprojekt in der Dachstein Südwand, begann genau mit solchen Zeichen. Im Rückblick verstehe ich nun, wie so etwas, wie oben beschriebenes, passieren kann. Ich verstehe nun aber auch das warum. Wenn man sein ganzes Herzblut in eine gewisse Sache steckt, dann kehrt man einfach nicht sofort bei den ersten Zeichen die dagegen sprechen um. Man nimmt das Risiko in Kauf. Einfach, weil es in diesem Moment nichts auf der Welt gibt, was man mehr will! Keine Kompromisse, keine Reue, volle Hingabe! Und nur so können Geschichten entstehen wie die folgende unsrige.

© Andreas Mattischeck
© Andreas Mattischeck

01:00. Mitten in der Nacht also. Der Wecker läutet. Endlich!! Die Nacht dauerte ja ewig und an Schlaf war aufgrund der Vorfreude und Nervosität so und so nicht zu denken. Daniel, mein Kletterpartner für den heutigen Tag und Jan, unser persönliches 1-Mann-Kamerateam erging es ungefähr genauso. Alle 3 sprangen wir aus unseren Betten in der Dachstein Südwandhütte und waren sofort voll aktiv. Die schon sooft gleiche Morgenroutine spulten wir ab wie am Schnürchen. Sonnencreme, Frühstücken (der äußerst hilfsbereite Wirt der Südwandhütte hatte uns extra Müsli und Kaffee in rauen Mengen bereitgestellt, damit wir den Tag bestmöglich starten können), Zähneputzen, ein letzter Materialcheck, in die Schuhe gesprungen und los geht’s! Nun, ganz so war es diesmal leider nicht. Daniel, für den normalerweise 5 Haferflocken und 3 Rosinen ein vollwertiges Frühstück darstellen, meinte, an diesem besonderen Tag eine neue Frühstückstaktik ausprobieren zu müssen. Auf 2 Schüsseln Müsli folgten also noch ein Energy-Riegel und ein Kohlehydratgel. Jan und ich fanden‘s lustig. Zumindest am Anfang.

Wie geplant um Punkt 2:00 Uhr starteten wir den Zustieg und somit also in unser Projekt. Unser Ziel war, die Dachstein Südwand, mit Ausgangs- und Endpunkt Dachstein Südwandhütte, 2-mal innerhalb von 24 Stunden, ohne Benützung jeglicher technischer Hilfsmittel (Seilbahn,…), zu durchklettern. Unsere Absicht war dabei, als erstes die Kletterroute „Weg der Mitte“ zu durchsteigen. Eine von Klaus Hoi erstbegangene Linie im rechten Wandbereich der Südwand. 24 Seillängen mit ca. 850 Klettermetern bis zum Schwierigkeitsgrad 6+. In der Originallinie 6+ muss man sagen. Da wir diese im Mittelteil, aufgrund von doppelter Planlosigkeit über den richtigen Routenverlauf, verlassen, beabsichtigen wir eine an Schlaghaken gesicherte Variante zu klettern die für wenige Meter den 7. Grad erreicht. Dazu sei gesagt, dass diese Seillänge laut Topovorlage eigentlich im 4. Grad zu klettern wäre. Somit also nicht unbedingt eine Erleichterung, jedoch die einzige Möglichkeit die wir in diesem Wandbereich als Lösung parat haben. Frei nach dem Motto: „Wer’s im Kopf nicht hat, hat’s wohl in den Fingern.“ Die Route wurde vom Erstbegeher alpin saniert. Das heißt, er brachte an den Standplätzen einen Bohrhaken an und auch an neuralgischen Stellen in den einzelnen Seillängen findet man immer wieder mal einen Bohrhaken. Mehr als 3-4 pro Seillänge sind es jedoch nie. Bei teilweise 50 Klettermetern pro Seillänge, muss man kein Mathematikgenie sein um das gegeben Flugmeterpotential zu erkennen. Ein kühler Kopf und sicheres Klettern sind somit die Grundvoraussetzung, um in dieser Tour seinen Spaß zu haben.

Als zweite Route wählten wir mit dem Steinerweg DEN Klassiker der Dachstein Südwand. Dieser 1909 erstmals durchstiegen Weg, gilt als erste richtige Tour durch die komplette Wand und erreicht Kletterschwierigkeiten bis zum 5. Grad. Zwar doch deutlich leichter als der „Weg der Mitte“, mit ca. 1050 Klettermetern aber nochmals um ein gutes Stück länger und selbst die Seillängen im 4. Grad mit teilweise über 15m Hakenabständen muss man im Steinerweg erst einmal sicher klettern. Der klassische 5. Schwierigkeitsgrad der Tour lässt jeden Alpinisten sofort erkennen, dass einem dabei bestimmt nichts geschenkt wird.

© Andreas Mattischeck

Unser Zeitplan für diesen Tag sah dabei aus wie folgt:

01:00 Aufstehen, Frühstück, Materialcheck

02:00 Start des Projekts, Zustieg zum „Weg der Mitte“

04:00 Start Klettern. „Weg der Mitte“

11:00 Ausstieg aus dem „Weg der Mitte“

13:00 1. Mal zurück bei der Dachstein Südwandhütte, Pause, Neuorganisation

14:00 Start Zustieg zum Steinerweg

16:00 Start Klettern. „Steinerweg“

21:00 Ausstieg aus dem „Steinerweg“

23:00 2. Mal zurück bei der Dachstein Südwandhütte und somit Projektende

Pausen in den Zeiten inkludiert.

Um die vorgenommenen Zeiten einhalten zu können, ist natürlich ein gewisses Maß an Schnelligkeit erforderlich. Um diese Schnelligkeit zu erreichen, sah unser Plan vor, die eigentlich vorgegebenen Seillängen, durch eine spezielle Sicherungstechnik, drastisch zu reduzieren. Dadurch, dass wir einen Großteil der Kletterstrecke gleichzeitig, am sogenannten „laufenden Seil“, klettern wollten, wollten wir die Anzahl der Seillängen im „Weg der Mitte“ von 24 auf 12 und im „Steinerweg“ von 27 auf 9 reduzieren. Ein riskanter Plan, doch nur so sahen wir eine reale Chance unser Projekt zu verwirklichen. 

Soweit unser Plan. Daniel und ich fühlten uns fit und die nominellen Kletterschwierigkeiten lagen um einiges unter unseren maximalen Möglichkeiten. Aufgrund der im Zeitplan einkalkulierten Reserven und unserer Vorbereitung sollte daher also rein theoretisch nichts schiefgehen. Sofern eben alles nach Plan laufen würde…

Nach ungefähr 10 Minuten Zustieg stellt sich der, in Bergsteigerkreisen auch als „Wadltod“ bekannte, Weg erstmalig ein wenig auf. Ungefähr da tauchte auch das erste Mal so etwas wie eines der oben umschrieben Zeichen auf, denn Daniel äußerte Beschwerden über dessen Magentätigkeit. Sein, ansonsten eher asketisches  Frühstück gewohnter Verdauungstrakt, spielte anscheinend aufgrund der Kombination „feudales Abendmahl gestern (Typisch österreichisch: Vorspeis-Hauptspeis (O-Ton Jan: „Des Schnitzl berührt an mindestens drei Stöhn des Tischtuach!“)-Zuaspeis-Nochspeis) und Zucker-, Mengenschock heute Morgen“ verrückt. Verständlicherweise… Ich für meinen Teil, registrierte das Zeichen zwar als ein solches, tat es aber als Nichtigkeit ab. (bzw. ignorierte es…!) „Scheisse Oida! So eine Lächerlichkeit wie ein ungewohntes Frühstück kann ein ganzes Projekt gefährden. Man sollte an solchen Tagen echt absolut keine Experimente wagen! Aber er wird’s schon schaffen. Soll er halt kotzen.“, waren meine Gedanken zu der Situation. Irgendwie schaffte Daniel es aber bis zum Wandfuß, ohne sich die, unter größten Mühen, zugeführte Energie nochmals durch den Kopf gehen zu lassen. Details der dortigen Geschehnisse möchte ich der werten Leserschaft nun aber ersparen. Eine Warnung über etwaige, seit kurzem dort vergrabene, „Landminen“ sollte an dieser Stelle aber ausgesprochen werden!

An dieser Stelle trennten sich auch die Wege von unserem Kamerateam und uns. Jans Vorhaben war nun, wieder zum Einstieg des Johann-Klettersteigs zurückzukehren, diesen zu durchklettern und uns dabei aus diesem von geeignete Stellen aus zu filmen. Zu einem gewissen Zeitpunkt wollte er weiter bis zur Schulter des Dachsteins aufsteigen, um dort beim Ausstieg der Tour auf uns zu warten.

Von da an gab es für die kommenden Stunden also nur mehr Daniel, mich und 700m kompakten Dachsteinkalk allererster Güte, welcher vor uns in den dunklen Nachthimmel ragte. Ohne Stirnlampe erkannte man nur eine einschüchternde schwarze Wand, welche beim Blick nach oben immer mehr an Höhe zu gewinnen schien. Um den Einstieg zu erreichen stiegen wir dann gerade über ein Schneefeld empor und über schroffes 2er Felsgelände direkt zum Anseilplatz der Route. Eine Stunde bis hier her. Viel schneller als geplant. Die Vorfreude trieb uns anscheinend an.

Nachdem wir das Material angelegt und uns angeseilt hatten, besprachen wir noch einmal kurz die beabsichtigte Taktik. Aufgrund unserer geplanten, oben beschrieben Sicherungstechnik, wollte mein Freund die Anfangsmeter mit dem Vorhaben hinter sich bringen, die ersten 3 Seillängen zu einer Einzigen zu verbinden. Insgesamt also gleich einmal gut 100 sehr steile Meter bis zum 6. Schwierigkeitsgrad, mit minimaler Absicherung aber dafür, zur Sicherheit, zu einem guten Teil tropfnass. 

© Jan Fehringer
 
© Andreas Mattischek

Ideales Aufwärmprogramm sozusagen. Nach der obligatorischen „Einstiegsfaust“, startete Daniel um 3:30 bei völliger Dunkelheit in die ersten, komplett nassen aber dafür senkrechten, Klettermeter. Kurz vor seinem Start, wies ich Daniel noch einmal darauf hin, dass er lieber sofort Stand machen soll, falls ihm das Gelände nach der ersten Seillänge zu riskant für gleichzeitiges Klettern vorkommt, da wir so bestimmt schneller sind, als wenn er sich dort dann Meter um Meter rauffürchten muss. Er nickte nur und kletterte los. Nach kurzer Zeit war er aus meinem Sichtfeld verschwunden und ich stand nun alleine unterhalb einer 700m hohen Felswand in völliger Dunkelheit. Nur der Schein meiner Stirnlampe ließ mich meine Umgebung erkennen. Die einzigen Geräusche und die einzige Bewegung erzeugte das immer weniger werdende Seil, welches vor mir am Boden lag.

 

Unsere Lebensversicherung und meine Verbindung zu Daniel. In dem Moment fühlte ich mich unheimlich wohl. Ich war schon so oft hier, ich kannte die Wand, ich wusste was auf uns zu kommt und das wir den Schwierigkeiten mehr als überlegen sind. Ich fühlte mich so fit wie noch nie in meinem Leben und freute mich unheimlich, dass es nun endlich wirklich so weit war. Endlich ging’s los! Endlich zeigt sich, ob all der Aufwand der letzten Monate und die kompromisslose Hingabe zu dem Projekt gerechtfertigt waren…! Das alles änderte sich innerhalb einer einzige Sekunde, als sich das nächste unheilvolle Zeichen mit voller Wucht offenbarte.

Gerade in dem Moment als ich losklettern wollte, weil das komplette 50m Seil sich seinem Ende näherte, hörte ich den Schrei Daniels. Nun stand ich also da, mit zitternden Knien, in völliger Dunkelheit und völliger Stille. Das wohlige Gefühl war verschwunden. Nun fühlte ich mich allein. Ziemlich allein! Ich rief zu Daniel. Keine Antwort. Noch einmal gerufen. Wieder nichts. Noch einmal. Nun endlich…eine Antwort! Es geht im gut! Das konnte ich im ersten Moment gar nicht so recht glauben, da es ein ziemlich weiter Sturz gewesen sein musste, wenn ich daran denke wieviel Zeit zwischen dem Schrei und dem spannen des Seils verging, doch er versicherte mir, dass alles OK sei. Da ich ihn bei weitem nicht sehen konnte, konnten wir uns nur über rufen verständigen. Und irgendwie wirkte er leicht verwirrt auf mich. Er teilte mir mit, dass er Stand machen möchte und mich dann nachsichert. Ich sollte also zu ihm nach oben kommen! Gesagt getan. In kompletter Finsternis eine senkrechte, nasse Verschneidung im unteren 6. Grad nach oben zu klettern, fiel mir zu Beginn gar nicht so leicht. Der Fels war zwar irrsinnig rau und bombenfest, doch die durch die Dunkelheit eingeschränkte Sicht, die Kälte und der noch fehlende Kletterrhythmus erschwerten das Vorankommen immens. An diesem Punkt bestätigte sich wieder mal der alte Spruch: „Die erste Seillänge is imma a 8er!“ Nach ein paar Minuten schaffte ich es aber trotzdem zu ihm und begutachte den entstanden Schaden nun mal aus meiner Perspektive. Erleichterung kam in mir hoch. Es sah wirklich nicht so schlimm aus. Dort und da ein wenig Blut, aber im Großen und Ganzen keine schweren Verletzungen. Abgesehen von dem Schock für uns beide und dem kaputten Kletterrucksack von Daniel war also alles mehr oder weniger in Ordnung.

Die Nässe genau an der schwersten Stelle der Seillänge war Daniel zum Verhängnis geworden. An besagter Stelle steht man gut 3-4 m über der letzten Zwischensicherung und man soll sich mithilfe der Gegendrucktechnik, „Piazen“ genannt, eine Verschneidung hocharbeiten. Vermutlich als Daniel Druck auf seinen linken Fuß aufbaute, rutschte ihm dieser weg und er segelte kopfüber ins Seil. 8m weiter unten und ein paar Liebkosungen durch die Wand reicher, wurde sein Fall dann von diesem gestoppt. Ohne recht zu wissen was eigentlich passiert ist, fand er sich im Seil hängend, mit den Füßen über dem Kopf und dem Rucksack nur mehr irgendwie am Rücken wieder.

Ich für meinen Teil, weiß in dem Moment, als ich da so neben ihm in völliger Dunkelheit, 50m über dem Boden und noch immer um die 700m vom Ende der ersten Tour entfernt, stehe und seine Verletzungen und den verwirrten Gesichtsausdruck betrachte, nicht so recht was ich sagen soll. Mir schwirrt einiges durch den Kopf. Abbruch! Scheisse! Glück gehabt! All das Training und die Vorbereitung waren umsonst! Gut dass nix passiert ist! Ich will weiter! Um nur einen kleinen Teil meines Gedankenwirrwarrs zu nennen. Ich blickte in Daniels bleiches Gesicht und hatte echt keinen Plan wie es jetzt weiter gehen soll. Was dann aus seinem Mund kam beeindruckte und verwirrte mich gleichermaßen. „Hey, kannst du bitte die Seillänge vorsteigen? Ich glaub ich brauch mal kurz eine Pause.“ Wahnsinn! Fliegt 8m in die Dunkelheit, nimmt aber kein einziges Mal das Wort „Abbruch“ in den Mund. Um ehrlich zu sein, ich denke, gedacht haben wir in dem Moment beide dasselbe. Nur sagen hat sich‘s keiner getraut. Und ich bin mir sicher, hätte einer von uns beiden auch nur entfernt davon gesprochen, dass jetzt an dieser Stelle Schluss ist, dann wären wir ohne Diskussion sofort umgekehrt. In diesem Fall aber wusste ich auch was jetzt in dieser Situation unbedingt notwendig ist. Absolute Ruhe bewahren, Sicherheit ausstrahlen und Verantwortung übernehmen! Der Erfolg oder Nichterfolg des Projekts hängt jetzt davon ab, was in den nächsten Minuten passiert und somit auch direkt von meinem Verhalten. Dass ich die notwendigen Eigenschaften mitbringe hatte ich mir selbst schon oftmals bewiesen und so wollte ich es auch diesmal wieder machen. Alle Zeichen die bis jetzt gegen das Projekt sprachen, wurden also gekonnt ignoriert.

So also, übernahm ich das komplette Material von Daniel und startete in die folgende Seillänge. Die ersten paar Meter bis zu dem Punkt an dem Daniel gestürzt war fielen mir schon mal gar nicht so leicht. Wasser rann aus dem Riss über mir, beide Seiten der Verschneidung waren so nass, als hätte es gerade erst geregnet und das Wissen über das vor kurzem Geschehene ließ eine Nervosität in mir aufkommen, welche ich in diesem Moment echt nicht gebrauchen konnte. Es herrschten wirklich alles andere als optimale Bedingungen. Eine Schreibtruhe voll Magnesium hätte der Situation vielleicht Abhilfe geschaffen, doch die stand im Moment ja leider nicht zur Verfügung. Ich konzentrierte mich, kletterte kontrolliert und versuchte ruhig zu Atmen. An der tropfnassen Schlüsselstelle der Seillänge angelangt nahm ich mir alle Zeit der Welt. Ich überlegte mir jeden Griff und Schritt zweimal und so gelang es mir dann relativ gut über diese schwierigen Meter hinwegzukommen. Erleichtert erreichte ich den Standhaken nach der Seillänge und begann meinen Freund nachzusichern. Auch dieser kletterte nun ohne große Problem über die vorher verhängnisvolle Stelle hinweg und war innerhalb weniger Minuten bei mir. Zwar noch immer nicht ganz bei der Sache und mit stark in Mitleidenschaft gezogener Moral, doch zumindest war er bei mir.

Blöderweise folgten relativ rasch im Anschluss an diese Kletterstelle weitere schwere und nur marginal abgesicherte Seillänge, daher dauerte es von diesem Zeitpunkt an ein wenig, bis Daniels Selbstvertrauen und sein Vertrauen in das Material wieder hergestellt waren. Nach gut 2 Stunden war dann jedoch alles wieder mehr oder weniger beim Alten. Immer wieder verfolgten mich bis zu diesem Zeitpunkt so Gedanken wie: „Wieviel Zeit hat uns das wohl gekostet? Wird es sich jetzt noch ausgehen? Werden wir es schaffen?“ Doch im Endeffekt besann ich mich dann auf das was eigentlich wichtig war und ist. 

© Jan Fehringer
 

Nämlich, dass wir beide wieder gesund aus dieser Wand rauskommen! Egal, ob wir dann noch mit dem Projekt weitermachen oder nicht. Hauptsache bis nach oben geht jetzt alles gut. Was dann kommt werden wir schon sehen. Ab dem Mitteilteil der Route war die Sicherheit Daniels eigentlich wieder voll vorhanden und so konnten wir richtig Gas geben. Ich kletterte 6 Seillängen bis zum 6. Schwierigkeitsgrad am laufenden Seil im Vorstieg, darauf folgten weitere 3 im selben Schwierigkeitsgrad die Daniel führte. Ein Blick auf die Uhr bestätigte meine Vermutung: Wir waren zeitlich wieder voll auf Kurs! Nach den vorangegangen 3 Seillängen erwartete uns eigentlich nur noch der steile, spektakuläre Schlussteil der Tour, bei dem eine Traum-Seillänge der Nächsten folgt. Man bewegt sich in diesen 6 Längen Großteils im 6. Grad, der Fels ist rau, wasserzerfressen und bombenfest. Dachte ich jedenfalls…

Die letzte wirklich schwere Seillänge beginnt direkt vom Stand auf einem abschüssigen breiten Band weg mit einer gar nicht so leichten Wandstelle, welche man wieder mithilfe der Piaztechnik an einer Schuppe mit guten Griffen überwindet. Wie gesagt die Griffe sind gut, Tritte sind eher Mangelware. Von daher galt eine weitere Klettererweisheit. „Jop…do mogst di schon onhoidn!“, war das Motto für diese Stelle. Ich hatte die Ehre diese Seillänge vorzusteigen. Gemäß der Weisheit fixierte ich, noch auf dem Band stehend, den ersten leicht erreichbaren Griff mit der linken Hand, stellte den linken Fuß möglichst hoch in die Wand und zog mit aller Kraft an dem Griff. Mein rechter Fuß hob vom Band ab, meine rechte Hand wollte gerade nach dem nächsten Griff schnappen, da bemerkte ich eine erste leichte Veränderung der aktuellen Sachlage. Das Nächste was ich sah war die verschreckte Körperreaktion von Daniel, der irgendwie gleichzeitig die Sicherung zu machte, in Deckung ging, aber trotzdem auch an mir vorbeiflog. 

Danach spürte ich nur mehr den Aufprall am Band und wie ich irgendwie kopfüber hinunterrutschte. Einen Sekundenbruchteil später hing ich auch schon im Seil. War ja nicht viel Seil ausgegeben von daher konnte ich auch nicht recht weit rutschen. Ich lag nun also auf dem Band, meine Füße über mir, mein verwirrter Blick bei Daniel und in der linken Hand der anscheinend bombenfeste Griff. Die Situation war so absurd, dass ich nicht anders konnte, als laut loszulachen. Ich warf den Übeltäter bei Seite, rappelte mich auf, schüttelte mich ab und kontrollierte mich auf etwaige entstandene Schäden. Bis auf ein paar Abschürfungen wirkte aber alles in Ordnung. So standen wir also beide wieder auf dem Band. Gesund und lachend, aber noch keinen Meter höher. Also auf ein Neues. Der nun fehlende Griff entblößte einen viel besseren dahinterliegenden Griff. „Hätte ich wohl besser gleich den genommen“, dachte ich mir. Beim zweiten Versuch gelang diese eigentliche Genussseillänge ohne Probleme. Somit war der Weg nach oben frei und der Rest nur mehr Kür. Gut 20min später klatschten wir nach 5 Stunden und 30 Minuten Kletterzeit, auf der Schulter des Dachsteins, die erste gelungene Tour ab. Das hochmotivierte Kamerateam erwartete uns bereits gespannt und zu Dritt freuten wir uns über diese super Zeit, welche wir trotz all der Schwierigkeiten erreichen konnten. Wir waren vollends zufrieden und mehr als gut im Zeitplan. Von Abbruchstimmung war nichts mehr zu spüren. Jetzt wollten wir es wissen!

© Andreas Mattischek
 

Nach einer ausgiebigen Gipfelrast und anschließendem Expressabstieg über den noch gut eingeschneiten Gletscher sowie das Schotterfeld nach dem Huhnerschartensteig, erreichten Daniel und ich um 11:30 wieder die Dachstein-Südwandhütte. Kamerateam Jan ließen wir am Gletscher zurück. Er wollte uns bei unserem zweiten Aufstieg durch die Südwand von oben aus filmen und dann wieder beim Ausstieg auf uns warten. Die Zeit bis dahin verbrachte er mit Akklimatisierungs-/Regenerations-Kaffe-und-Kuchen, Bewunderung der in Vielzahl vorhandenen „Hochtouristen“ (alles dabei von Flip-Flops bis 6000er Ausrüstung…Seilbahn sei Dank) sowie dem Versuch der Kontaktaufnahme mit ebenfalls anwesenden dosengesponserten Filmprofis, welche jedoch anscheinend schon zu viel Taurin intus hatten und deren Nase deshalb offensichtlich Flügel bekam. Seine, durch einen digitalen Zünder unterstützte, Suche nach einer unentgeltlichen privaten Duschmöglichkeit in der Ramsau (welche wir hofften bestenfalls auch in Zukunft nutzen zu können) stellte sich ebenfalls als leider ergebnislos heraus…heroische Bergsteiger sind wohl auch nicht mehr so gefragt wie früher einmal.

Bei der Hütte war für uns jetzt erst mal Pause und Neuorganisation angesagt. Also Trinkwasser und Müsliriegelvorräte auffüllen, sowie eine Kleinigkeit essen und trinken. Auch der Wirt der Hütte freute sich, uns bereits wieder zu sehen und versorgte uns sofort mit allem notwendigen. Daniel und ich fühlten uns nach wie vor fit und voller Tatendrang. Von Müdigkeit oder fehlender Kraft keine Spur.

Nach genau einer Stunde starteten wir in Runde 2. Nun sollte sich also wirklich zeigen, ob all das Training und die Vorbereitung der letzten Wochen und Monate Sinn machten oder ob alles umsonst war. Wir waren beide gespannt, da wir bis hierher ja doch schon seit über 10 Stunden unterwegs waren und in dieser Zeit schon 1200hm, davon 700 in senkrechtem Fels, hinter uns gebracht hatten. Es dauerte nur kurz, da lief der Körper wieder in seinem gewohnten Rhythmus. Den Zustieg brachten wir bis zum Einstiegsschneefeld des Steinerwegs relativ zügig hinter uns. Wiederum eine Stunde bis hierher. Es lief perfekt. Interessanterweise entpuppte sich das gut 70m breite Schneefeld, welches man queren muss um zum eigentlichen Beginn des Steinerwegs zu kommen, als eine der heikelsten Stellen des heutigen Tages. Anfangs noch relativ flach, wird dieses Schneefeld zum Ende hin jedoch immer steiler. Bergab endet es nach ca. 150m in einem Geröllfeld. Die Sonneneinstrahlung erzeugte zwar an der Oberfläche eine leichte Firnschicht, doch prinzipiell bewegt man sich ständig auf hartem Altschnee. Ein Versuch das Schneefeld ohne Steigeisen zu queren käme meiner Meinung nach Selbstmord gleich. Wir hatten sogenannte Grödel, eine Art Leichtsteigeisen mit dabei. Ich noch zusätzlich meine Wanderstöcke. Daniels Stöcke waren ja seit seinem frühmorgendlichen Zwischenfall Teil der Inventarliste des Dachsteins. So war es also an mir, das Spuren zu übernehmen. Anfangs kamen wir gut voran, doch je weiter wir uns dem Einstieg näherten umso mehr verringerte sich unsere Geschwindigkeit, da es einfach „beschissen husig“ wurde. Ich gab mein Bestes beim Stufenschlagen, um Daniel und mir das Vorwärtskommen so sicher als möglich zu gestalten, doch es war schon ziemlich nervenaufreibend. Ein Ausgleiten in dem steilen Schlussteil käme einem freien Fall gleich. Mit einem Geröllfeld als Auffangbecken keine angenehme Vorstellung. Des Öfteren musste ich kurz stehen bleiben um mich neu zu sammeln. Einen Blick nach unten wollte ich gar nicht erst riskieren. 20 Minuten später (für 70m!!!) war es dann aber geschafft. Glücklich erreichten wir den Einstieg unserer zweiten geplanten Kletterroute des heutigen Tages und von da an nahm das gewohnte Einstiegsprozedere wieder seinen Lauf. Material aufteilen, einbinden, kleine Stärkung, restliches Material im Rucksack verstauen, rein in die Kletterschuhe, Einstiegsfaust (wichtig!!) und los ging‘s!

Wie oben bereits erwähnt, war auch hier unser Plan so viele Seillängen als möglich am laufenden Seil zu klettern, um die notwendige Geschwindigkeit zu erreichen. Da wir dies erst vor kurzem schon einmal unter Realbedingungen getestet haben, wussten wir, dass es uns möglich war, wirklich schnell durch die Wand zu kommen. Wir hatten uns einen, unserer Meinung nach, perfekten Plan zurechtgelegt, welcher vorsah, aus eigentlich 27 Seillängen nur mehr 9 zu machen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir uns jedoch einig darüber, dass wir nichts mehr riskieren wollen. Wir mussten niemandem etwas beweisen, sondern das Wichtigste war, gesund am Gipfel und schlussendlich wieder bei der Hütte anzukommen. Zeitlich hatten wir keinen Druck, das wussten wir. Daher wollten wir zwar an der geplanten Aufteilung der Seillängen festhalten, diese dafür aber sicher und kontrolliert hinter uns bringen. Unser Ziel war, in 5 Stunden gemeinsam mit Jan am Gipfel des Dachsteins zu stehen. Damit, dass dann wieder alles anders kam als geplant, rechneten wir natürlich nicht…

Das was in den darauffolgenden Stunden geschah in Worte zu fassen, erscheint mir eigentlich unmöglich, weil es momentan für mich selbst noch surreal und unglaublich ist. Es war einfach zu perfekt und es lief zu glatt, als dass ich es wahr haben könnte. Wir kletterten offensichtlich in einem perfekten „Flow“ durch die kompletten 27 Seillängen des Steinerwegs. Ohne Zwischenfall, ohne Stress, ohne Qual, in einem reinen Glückszustand. Wir ließen es einfach geschehen. Jeder Zug, jeder Schritt entpuppte sich als reiner Genuss (bis auf den berühmt berüchtigten Schluchtüberhang. Wer den Genussvoll klettern kann möge mir bitte verraten wie. Ich jedenfalls, kam mir dieses Mal vor wie ein stark alkoholisierter, übergewichtiger Weihnachtsmann, der verzweifelt versucht ein Haus möglichst schnell durch einen Kamin zu verlassen weil jemand unter ihm ein Feuer angezündet hat. Ein Glück, dass man aus dem Ding unmöglich rausfallen kann, weil man so und so einfach drinnen steckt) und so erreichten wir kopfschüttelnd nach dreieinhalb Stunden den Ausstieg des „Steinerwegs“, 35 Höhenmeter westlich unterhalb des Gipfels des Dachsteins. In dem Moment fand ich einfach keine Worte mehr. 20 Minuten schneller als letztes Mal! Und das nachdem wir bereits eine andere Tour in dieser Wand durchstiegen haben! Wir konnten es beide nicht fassen. 

© Andreas Mattischek
 

Wie auch beim Ausstieg vom „Weg der Mitte“ war auch hier unser Freund Jan mit der Kamera schon vor Ort, um unsere Emotionen festzuhalten. Auch ihm gebührt großer Respekt für diesen Freundschaftsbeweis, hat er doch die komplette Zeit, seit wir ihn vor einigen Stunden in der Huhnerkogelscharte zurückgelassen haben, dort oben auf uns gewartet! Überglücklich ließen wir uns auf den Boden sinken. Minutenlang starrten wir, ohne ein Wort zu sagen in die uns umgebende Bergwelt. Die an diesem Tag unheimlich reine Luft offenbarte uns einen Weitblick, wie ich ihn bis jetzt da Oben noch nie hatte. Wie in Trance packten wir unser Material in den Rucksack und machten uns daran, die letzten Meter in Richtung Gipfel zurückzulegen. Immer mit diesem Grinsen im Gesicht, welches einfach nicht verschwinden wollte. Naturhigh par excellence sozusagen. Oben angekommen fanden wir einen vollkommen verlassenen Dachsteingipfel vor. Ein Privileg welches man nicht allzu oft genießt. Wir ließen all unserer Freude freien Lauf. Ein Juchizer folgte dem nächsten, das Gipfelkreuz wurde zu dritt bestiegen und man munkelt, dass ein splitternackter  Mann in der Nähe des Kreuzes gesichtet worden sein soll. In diesem Moment war einfach alles perfekt. Es gibt einfach keine Worte die die Emotionen dieses Augenblicks beschreiben. "Das Leben ist schön!" trifft es wohl am Besten. Und dann war es so weit. Um 21:00 Uhr, nach exakt 19 Stunden erreichten Daniel und ich zum zweiten Mal an diesem Tag die Dachstein Südwandhütte. Der Wirt empfing uns freudig. Sofort stellte er uns Bier und ein eigens für uns zubereitetes Risotto parat. Abgesehen davon, dass wir zu diesem Zeitpunkt vermutlich sogar kalte Kartoffeln mit Salz als ein Geschenk Gottes betrachtet hätten, war dieses Menü eines der Besten welches ich jemals auf einer Hütte bekommen habe. Der im Anschluss vom Hüttenwirt spendierte Schnaps, in Kombination mit einem zusätzlichen Liter Hopfen-Malz-Elektrolytgetränk, tat sein Übriges um uns relativ rasch glücklich und zufrieden in das Land der Träume fallen zu lassen. Doch auch die genussvollsten Augenblicke nehmen leider irgendwann einmal ein Ende und vor uns lag ja doch noch ein nicht zu unterschätzender Abstieg. Die Perfektion des Augenblicks blieb uns jedoch noch eine Weile treu. Es war gerade mal 19:00 Uhr, wir waren 3 Freunde auf einem menschenleeren Gipfel, unter uns ein menschenleerer Gletscher, das Wetter war bilderbuchmäßig. Somit kein Druck, sondern einfach nur weiterhin pure Freude! Wieder per „Hosenbodenexpress“ ging‘s von der Randkluft fast bis zum, von der Pistenraupe gespurten, Wanderweg und auf diesem ganz gemütlich Richtung Hunerkogelscharte. Den Klettersteig hüpften wir singend hinunter. Das ungefähr 400 Meter lange Schotterfeld stellte für die lädierten Knie meiner beiden Mitstreiter die letzte Hürde vor der Südwandhütte, unserem offiziellen Ziel, dar.

Ein unglaubliches Erlebnis nahm somit seinen perfekten Ausklang. Es war ein Tag erfüllt von Freundschaft, Ungewissheit, Freud, Leid, ignorierter Zeichen und vielem mehr. All die Eindrücke innerhalb so kurzer Zeit stellen nach wie vor eine massive Überforderung für unsere Sinne dar. Was bleibt sind trotzdem unvergessliche Momente, unbezahlbare Eindrücke und eine intensivere Freundschaft dreier Menschen mit derselben Leidenschaft. DAS waren 19 Stunden richtiges Leben!!!

© Jan Fehringer

Ein großer Dank von Daniel und mir für deren Hilfe und Unterstützung ergeht an dieser Stelle an folgende Personen und Organisationen:

OÖ Landesjugendteam des ÖAV

Jan Fehringer/D14 Production

Hüttenwirt und Personal der Dachstein-Südwandhütte

Sektion Gmunden des ÖAV

Sektion Schwanenstadt des ÖAV

Alle unsere Freunde welche so viele unzählige Trainingsstunden mit uns verbrachten

 

Hard Facts:

Weg der Mitte

- 24 Seillängen
- Schwierigkeitsgrad 6+ (unsere Variante ca. 7)
- 850 Klettermeter, 700 Höhenmeter

Steinerweg

- 27 Seillängen
- Schwierigkeitsgrad 5+
- 1100 Klettermeter, 800 Höhenmeter


Material (für beide Touren gleich):

Pro Person:                                                                         

- 4 Schraubkarabiner 
- 1 Sicherungsgerät 
- 1 Klemmkeilentferner
- 1 Micro Traxion 

Gemeinsam:

- 12 Expressschlingen
- 5 Stk. Kleine Keile
- 5 Stk. Tricams Gr. 0,5-2
- 1 Stk. Tibloc (nicht verwendet)
- 3 Stk. Reepschnüre

© Andreas Mattischek
 
 
 

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